3 Möglichkeiten für den Produktverkauf auf Amazon

Grundsätzlich wird der Amazon-Markplatz von zwei unabhängigen Abteilungen bespielt. Auf der einen Seite steht Amazon Retail, was viele Verbraucher als „Verkauf und Versand durch amazon.de“ kennen. Auf der anderen Seite gibt es den Amazon Marketplace, wo Händler die Möglichkeit haben, selbst Produkte bei Amazon einzustellen. Dies ist für Verbraucher zumeist bekannt als „Verkauf durch HÄNDLERNAME“.

Beide Abteilungen sind ähnlich groß und arbeiten getrennt voneinander. Es gibt sogar so eine Art internen Wettbewerb.

Amazon Retail

Amazon Retail (Verkauf und Versand durch Amazon) funktioniert für Hersteller und Großhändler im Groben wie eine klassische Hersteller-Einzelhändler-Beziehung. Amazon kauft Ware zu Großhandelspreisen ein und verkauft die Ware im eigenen Ermessen auf den Amazon-Plattformen.

Der größte Vorteil für den Verkäufer ist hier sicherlich die Einfachheit und die Prozesse sind ähnlich zu anderen großen Handelsunternehmen. Zudem werden die Produkte mit „Verkauf durch Amazon“ angeboten. In diesem Fall ist Amazon selbst auch der Rechnungsleger und es gibt keine direkte Verbindung zu den Endkunden.

Als Nachteil empfinden, gerade noch wenige erfahrene Unternehmen, das man auf die Verkaufspreisbildung keinen Einfluss hat. Dies hat man meist bei anderen Einzelhändlern auch nicht, aber nirgends sind Verkaufspreise so transparent und schnell ersichtlich wie bei Amazon. Zudem erfolgt die Verkaufspreissteuerung bei Amazon vollautomatisch und reaktionär auf andere Preise im Web, denn wie Jeff Bezos in einer seiner öffentlichen Reden gesagt hat: „Amazon-Kunden lieben günstige Preise“. In der Praxis stellen wir fest das dies oft die Hemmschwelle ist für Unternehmen, die bereits ein etabliertes Vertriebssystem betreiben.

Amazon Marketplace

Als durchaus attraktive Alternative steht hier der Amazon Marketplace mit seinem Verkäuferprogramm. Hierbei handelt es sich um ein webbasiertes Verkaufstool, das es ermöglicht selbst Produkte anzulegen und auf dem Marktplatz via Eigenversand oder FBA (Fulfillment by Amazon) anzubieten. Im Gegensatz zu Amazon Retail geht man hier eine direkte Beziehung mit dem Kunden ein und nutzt dazu Amazon.de als Vertriebskanal.

Hier ist es auch möglich, via Selfservice-Tools, Artikel anzulegen oder auch bereits existente Artikel im Amazon-Katalog zu offerieren. Die Verkaufspreise sind dabei frei gestaltbar. Der grundsätzliche Aufsatz ist nicht besonders aufwändig, es lohnt sich aber, den Verkäuferaccount umfangreich an das eigene Unternehmen anzupassen. Dies beginnt bei den Versandmodalitäten, geht über die Logo-Präsenation, hin zum elektronischen Katalog-Upload.

ACHTUNG: Dieser Phase sollte man höchste Aufmerksamkeit widmen, denn Amazon akzeptiert – im Sinne der Verbraucher und Marktplatzordnung – nur geringe Fehlertoleranzen. Kommt es beispielsweise wegen fehlerhaften Versandbedingungen, AGBs oder Produktbeschreibungen zu einer Accountsperre, ist diese nur äußerst schwierig wieder aufzulösen. Zudem haben nicht ideale Verkäuferaccounts nicht die Sichtbarkeit am Marktplatz, wie das professionelle Verkäufer mit hoher Kundenzufriedenheit aufweisen.

Outsourcing an professionelle Amazon-Partner

Marktplatz1 bietet Unternehmen neben den existierenden Programmen die zusätzliche Option, über bestehende, professionelle Verkäufer, ihre Produkte anbieten/verkaufen/abwickeln zu lassen. Viele Hersteller nutzen diesen Weg um bei Amazon einzusteigen. Diese Partnerlösung bietet den Vorteil, dass das Unternehmen mit langjährig vertrauten Amazon-Experten zusammenarbeiten kann und von deren Erfahrungen profitieren. Gemeinsam mit dem Unternehmen werden die vielseitigen Möglichkeiten dargestellt und maßgeschneidert auf das Sortiment und die zu erreichenden Ziele bei Amazon definiert und umgesetzt. In diesem Modell liefert das Unternehmen an eine qualifizierte Drittfirma. Dies ist oft für Marken besonders attraktiv, da nur der Vertriebspartner als Anbieter aufscheint.

Sie möchten wissen welches Modell für Sie am besten ist? Marktplatz1 berät Sie gerne und objektiv über die Vorteile des jeweiligen Systems und evaluiert, gemeinsam mit Ihnen, die Vor- und Nachteile der Programme.

Klaus Forsthofer

Klaus Forsthofer

Klaus Forsthofer ist Mitbegründer der deutschen ACE Handels- und Entwicklungs GmbH und seit über 5 Jahren erfolgreicher Amazon Anbieter in Europa und Nordamerika. Davor war Klaus bei IBM Learning Services in Wien und dort Trainer für Microsoft-Serverlösungen. 2017 wurde er offizieller Amazon-Coach im Amazon-Programm "Unternehmer der Zukunft" und hält Vorträge, Workshops und Schulungen für Amazon. Er ist Managing Partner von Marktplatz1 und Autor des Marktplatz1-Blogs mit dem Schwerpunkt Amazon.
Klaus Forsthofer

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